Krankenhäuser sind notorisch schwer zu navigieren, alle Flure sehen fast identisch aus, jede Tür führt an einen Ort, an dem man sich sicher ist, erst vor 3 Minuten gewesen zu sein, und die Beschilderung ist nie sehr eindeutig.
All dies führt zu einer entmutigenden Erfahrung für jeden Patienten, der ein fremdes Krankenhaus betritt, und mit dem Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Größe von Krankenhäusern wird es nur noch schwieriger werden.
Im Vereinigten Königreich ist dies nicht nur eine potenziell überwältigende Aussicht für jeden Besucher oder Patienten, sondern kostet den National Health Service jedes Jahr phänomenale Summen an Geld aufgrund von Verzögerungen und verschwendeter Zeit.
Rund 15 Millionen Termine verfallen jedes Jahr, und laut einer Untersuchung von The Guardian führt eine schlechte Navigation in Krankenhäusern zu einer erheblichen Anzahl verpasster oder verspäteter Termine.
Diese enorme Zeitverschwendung hat auch einen monetären Wert: Bei durchschnittlich 30 £ pro verpasstem Termin belaufen sich die Gesamtkosten für den NHS auf mehr als 216 Millionen £, zusätzlich zu den Störungen für das Personal und andere Patienten. Davon könnte man Folgendes bezahlen:
- Das Jahresgehalt von 2.325 Vollzeit-Hausärzten
- 224.640 Katarakt-Operationen
- 58.320 Hüftgelenkersatz-Operationen
- 216.000 medikamentöse Behandlungen für Alzheimer
- Das Jahresgehalt von 8.424 Vollzeit-Gemeindeschwestern
Eine schlechte Navigation beeinträchtigt nicht nur die Wege der Patienten, sondern eine aktuelle Studie von BMJ Journals ergab, dass alle für die Studie befragten Assistenzärzte berichteten, sich auf dem Weg zu dringenden Notfällen verirrt zu haben, was potenziell Leben gefährdet.
Es gibt also offensichtlich ein Problem mit der Art und Weise, wie Personal, Patienten und Besucher derzeit in NHS-Krankenhäusern navigieren, aber woran liegt das?
Einfach gesagt liegt es an einer schlechten Wegweiser-Beschilderung und veralteten Karten.
Wie Wayfinding-Technologie diese Schwachstellen im NHS reduzieren könnte
Dass sich Menschen und Personal verirren, scheint angesichts der aktuellen Wegweiser-Beschilderung in den meisten Krankenhäusern fast unvermeidlich, und ich sage nicht, dass sie schlecht ist, sie könnte nur eindeutiger sein.
Mobile Indoor-Blue-Dot-Apps würden es Patienten, Besuchern und Personal ermöglichen, in Innenräumen genauso zu navigieren wie im Freien – mit Blue-Dot-Positionierung, animierten Fußwegen und Turn-by-Turn-Anweisungen. Stellen Sie sich Google Maps für Innenräume vor.
Die Wayfinding-App von Purple nutzt geomagnetische Ortung, da Smartphones über Sensoren verfügen, die die Schwankungen des Erdmagnetfelds in modernen Gebäuden interpretieren können, ähnlich wie es Tiere tun.
Die App verwendet einen hybriden Ansatz, der die Nutzung geomagnetischer standortbasierter Daten mit drahtlosen Zugangspunkten und BLE-Beacons kombiniert, um ihre Genauigkeit zu gewährleisten.
Diese Navigationstechnologie ist auch nicht nur auf Innenräume beschränkt. Die Software verbindet sich mit Google Maps oder Waze, leitet Sie zum Krankenhaus und findet den nächsten Parkplatz, bevor sie heranzoomt und Ihnen die Navigation in den Innenräumen ermöglicht.
Der Einsatz solcher Technologien wurde in den USA mit großem Erfolg für Patienten und Mitarbeiter implementiert.

Beispiel für die Implementierung von Wayfinding-Technologie in den Vereinigten Staaten
Derzeit arbeitet Purple in den USA mit einer Vielzahl der besten Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäuser der Vereinigten Staaten zusammen, wie dem Sarasota Memorial Hospital, um die Anzahl verspäteter und verpasster Termine zu reduzieren, die zuvor auf eine schlechte Implementierung der Wayfinding-Navigation zurückzuführen waren.
Das Sarasota Memorial Hospital (SMH) wurde 1925 erbaut und hat im Laufe der Jahre mehr als 18 Renovierungs- und Erweiterungsinitiativen durchlaufen.
Erweiterungen machen die Fortbewegung auf dem Campus oft kompliziert, bedingt durch Parkplatzänderungen, neue Gebäudeanbauten, die Verlegung gemeinsamer Eingangsbereiche und die Anbindung dieser Bereiche innerhalb des Campusgeländes.
Mit seinem derzeitigen 1,8 Millionen Quadratfuß großen Campus und 10.000 täglichen Besuchern hielt das Krankenhaus den richtigen Zeitpunkt für gekommen, mobile Lösungen zu nutzen, um das Patientenerlebnis weiter zu verbessern.
Innerhalb von 12 Monaten verzeichnete das Krankenhaus über 3.000 Patienten, die die Blue-Dot-GPS-App nutzten, und das SMH stellte einen Rückgang der Fragen zur Wegfindung um 80 % fest, was zu einer deutlichen Steigerung der Patientenpünktlichkeit führte.
Das implementierte Wayfinding half nicht nur bei der Patienten-Navigation, sondern auch die Mitarbeiter nutzten das System.
Zusammenfassung
Die meisten von uns leben vor Bildschirmen oder verbringen zumindest viel Zeit davor, und es scheint einfach, dass der alte Stil mit farbigen Linien und Pfeilen an der Wand in Krankenhäusern oder anderen großen, komplexen Gebäuden vielleicht etwas aus der Zeit gefallen ist.
Da Berichte darauf hindeuten, dass schlechtes Wayfinding einen erheblichen Faktor für verpasste Termine und sogar für Verwirrung beim Personal darstellt, wird der NHS hoffentlich in naher Zukunft beginnen, alternative und neue Wayfinding-Lösungen in Betracht zu ziehen.







