Das Reinigen von Festival-WCs, das Umarmen von streunenden Katzen und Hunden sowie das Abkratzen von Kaugummis von der Straße sind nur einige der wenig einladenden Aufgaben, denen die Menschen im Austausch für kostenloses WiFi zugestimmt haben. Und wir sprechen hier nicht nur von ein paar hundert unglücklichen Individuen. Über 22.000 Menschen haben sich offen dazu bereit erklärt, 1.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten, nachdem wir diese Scherzklausel über einen Zeitraum von zwei Wochen in unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen eingefügt hatten.
Eine „Gemeinnützige Dienstklausel“ wurde in unsere üblichen Bedingungen aufgenommen und besagte: Der Nutzer kann nach Ermessen von Purple dazu verpflichtet werden, 1.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. Dies kann Folgendes umfassen:
- Reinigung von Stadtparks von tierischen Abfällen
- Umarmungen für streunende Katzen und Hunde spenden
- Manuelle Behebung von Verstopfungen in der Kanalisation
- Reinigen von mobilen Toiletten auf lokalen Festivals und Veranstaltungen
- Bemalen von Schneckenhäusern, um deren Dasein verschönern
- Abkratzen von Kaugummis von den Straßen
Keine Sorge, wir werden diese Personen nicht zusammentrommeln und sie bitten, ihre Gummihandschuhe anzuziehen, um ihre Schuld gegenüber der Gemeinschaft abzuarbeiten. Der eigentliche Grund für unser Experiment ist es, das mangelnde Bewusstsein der Verbraucher bei der Anmeldung zur Nutzung von kostenlosem Gast WiFi aufzuzeigen. Alle Nutzer hatten die Möglichkeit, die fragwürdige Klausel im Austausch gegen einen Preis zu melden, aber bemerkenswerterweise gelang es nur einer einzigen Person - was 0,000045 % aller WiFi Nutzer während der gesamten zwei Wochen entspricht -, sie zu entdecken.
Gavin Wheeldon, CEO von Purple, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „WiFi Nutzer müssen die Bedingungen lesen, wenn sie sich für den Zugriff auf ein Netzwerk anmelden. Worauf lassen sie sich ein, wie viele Daten geben sie weiter und welche Lizenz erteilen sie den Anbietern? Unser Experiment zeigt, dass es viel zu einfach ist, ein Häkchen zu setzen und einer unfairen Vereinbarung zuzustimmen.“
Wir haben die Ergebnisse unseres Experiments pünktlich zur heutigen Bekanntgabe veröffentlicht, dass wir der erste DSGVO-konforme WiFi Anbieter sind. Die europäische Gesetzgebung, die am 25. Mai 2018 in Kraft tritt, wird die Art und Weise, wie Organisationen mit dem Datenschutz umgehen, grundlegend verändern und Endnutzern mehr Zugriff auf die über sie gesammelten Daten ermöglichen. Eine der wichtigsten Regelungen der GDPR ist die Einführung einer "eindeutigen Einwilligung", bevor die personenbezogenen Daten oder Verhaltensdaten von Nutzern für Marketingzwecke verwendet werden dürfen. Die Ergebnisse unseres Experiments unterstützen die Aufnahme der "eindeutigen Einwilligung" in die GDPR-Regelungen ganz eindeutig.
Als Reaktion sowohl auf die GDPR als auch auf die Ergebnisse unseres Experiments haben wir unsere Datenschutzrichtlinie so angepasst, dass sie klarer, einfacher und kürzer ist. Tatsächlich ist unsere Datenschutzrichtlinie jetzt nur noch 260 statt 1600 Wörter lang, was bedeutet, dass die Menschen eher bereit sein sollten, die Bedingungen zu prüfen, bevor sie auf "Akzeptieren" klicken. Unser Registrierungsprozess wurde ebenfalls angepasst, sodass die Nutzer mehr Klarheit darüber haben, wie ihre Daten verwendet werden, für welche Zwecke und von wem.
Gavin Wheeldon sagt: „Wir begrüßen die Stärkung der Datenschutzgesetze in ganz Europa, die die GDPR mit sich bringen wird. Sie wird nicht nur den WiFi Endnutzern mehr Kontrolle darüber geben, wie ihre personenbezogenen Daten von Unternehmen verwendet werden, sondern auch das Vertrauen in die digitale Wirtschaft stärken.“
Eine weitere neue Funktion, die heute angekündigt wurde, ist unser brandneues Profile Portal, das den Endnutzern vollständige Transparenz über alle über sie erhobenen Daten bietet und es ihnen zudem ermöglicht, ihre Marketing-Präferenzen zu ändern.
Gavin fügt hinzu: „Das Profile Portal von Purple bedeutet, dass alle Endnutzer weltweit die Gewissheit haben, kontrollieren zu können, wie ihre Daten verwendet werden. Und wenn sie gleichzeitig gerne ein paar streunende Hunde herzen möchten, ist das eine Win-Win-Situation.“
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